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Foto: Mohammed El Mhedwi|

Tewa Barnosa

Tewa Barnosa (*1998), ist eine Künstlerin und Kulturproduzentin. Sie wurde in Tripolis (Libyen) geboren und lebt heute in Berlin.

Sie widmet sich in ihren Arbeiten dem Abenteuer neue und alte Bedeutungen zu erkunden, die in Sprachen und ihren alten Schriften verwendet werden. Die Geschichte lehrt, dass das, was geschrieben steht, bleiben wird. Aber die Zukunft könnte andere Möglichkeiten für die Etymologien und Typologien bereithalten, die zu lange vernachlässigt oder soziopolitisch verleugnet und ausgelöscht wurden.

Um solche Narrative zu untersuchen, zu dokumentieren und zu hinterfragen, experimentiert Barnosa mit Arbeiten aus Papier, mit Installationen, digitalen Medien, bewegten Bildern und neuerdings auch mit Klang. Ihre Forschungen drehen sich oft um die Konstruktion und Destruktion von Wissen, jenen Mitteln und Werkzeugen, die zur Isolierung und Entmenschlichung von Menschen und den von ihnen bewohnten Ländern eingesetzt wurden und werden.

Im Jahr 2015, ein Jahr nachdem der libysche Bürgerkrieg die Seele von Tripolis und seinen Bürgern, darunter auch sie selbst, übernommen hatte, gründete sie WaraQ, eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die sich der Unterstützung der zeitgenössischen libyschen Kunstszene vor Ort und in der Diaspora widmet, indem sie zum gesellschaftskritischen Dialog zwischen Künstlern und Publikum ermutigt. Ihre Beteiligung an WaraQ seit sie 17 Jahre alt ist war und ist für sie ein alternatives Bildungselement. Es basiert auf den erlebten Realitäten des Schreckens. Und es gründet auf den Erkenntnissen, die durch die Fragen, die in jedem Projekt gestellt werden, gesteuert werden, wobei sie versucht, die Gesamtheit in ihrer eigenen spezifischen Lokalität zu sehen und nicht in jenen, die ihr aufgezwungen werden.